
Wespen – insbesondere die Deutsche Wespe (Vespula germanica)
Wespen gehören zu den häufigsten stechenden Insekten, mit denen Schädlingsbekämpfer konfrontiert werden. Eine besonders häufige Art in Österreich ist die Deutsche Wespe. Sie besitzt eine typische schwarz-gelbe Körperzeichnung und wird etwa 12 bis 16 mm groß. Die Königinnen sind deutlich größer als Arbeiterinnen und können überwintern.
Im Frühjahr beginnt eine überlebende Königin mit dem Aufbau eines neuen Staates. Sie gründet ein Nest und zieht zunächst die ersten Arbeiterinnen selbst auf. Diese übernehmen später den Nestbau, die Nahrungssuche und die Versorgung der Brut. Im Verlauf des Sommers kann ein Wespenvolk mehrere tausend Tiere umfassen.
Gegen Ende des Sommers werden neue Königinnen und Männchen produziert. Nach der Paarung überwintern nur die jungen Königinnen. Das alte Volk stirbt im Herbst beziehungsweise mit dem Einsetzen der kalten Jahreszeit ab. Wespen bauen ihre Nester häufig in Dachböden, Rollladenkästen, Hohlräumen und Gebäudefassaden.
Auch Erdnester und Nester in Schuppen oder Gartenbereichen sind möglich. Die Tiere ernähren sich von zuckerhaltigen Flüssigkeiten und eiweißreicher Nahrung. Für die Brut werden häufig Insekten und andere eiweißhaltige Nahrung gesammelt. Im Spätsommer werden Wespen besonders von süßen Lebensmitteln und Getränken angezogen.
Bei Bedrohung können sie mehrfach stechen, da ihr Stachel nicht wie bei Honigbienen in der Haut verbleibt. Stiche können schmerzhaft sein und bei empfindlichen Personen starke allergische Reaktionen auslösen. Ein Wespennest sollte nicht ohne entsprechende Fachkenntnisse geöffnet oder manipuliert werden. Bei der Bekämpfung müssen Art, Neststandort und gesetzliche Schutzbestimmungen berücksichtigt werden.
Eine fachgerechte Behandlung reduziert das Risiko für Menschen und Haustiere. Wespen sind außerdem wichtige Bestäuber und erfüllen eine bedeutende Funktion im Ökosystem. Problematisch werden sie vor allem durch Nester in unmittelbarer Nähe zu Menschen und stark frequentierten Bereichen.
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