
Vorratsmilben – insbesondere die Mehlmilbe (Acarus siro)
Vorratsmilben sind winzige Spinnentiere, die vor allem gelagerte Lebensmittel und Futtermittel befallen. Eine häufige Art ist die Mehlmilbe, die etwa 0,3 bis 0,7 mm groß wird. Die Tiere sind mit bloßem Auge nur schwer zu erkennen. Ihre Entwicklung erfolgt über Ei, Larvenstadium, mehrere Nymphenstadien und das erwachsene Tier.
Vorratsmilben bevorzugen feuchte und warme Lagerbedingungen. Sie können Mehl, Getreide, Getreideprodukte, Käse und andere organische Vorräte befallen. Auch Tierfutter und landwirtschaftliche Produkte können betroffen sein. Die Milben vermehren sich besonders schnell, wenn die Feuchtigkeit des Vorratsgutes erhöht ist.
Bei starkem Befall können Lebensmittel einen süßlich-muffigen oder unangenehmen Geruch entwickeln. Die Oberfläche des Vorrats kann sich teilweise bewegen oder einen staubartigen Eindruck erwecken. Befallene Lebensmittel können durch Milben, Häutungsreste und Ausscheidungen verunreinigt werden. Der Verzehr stark befallener Lebensmittel ist aus hygienischen Gründen nicht empfehlenswert.
Vorratsmilben können durch bereits befallene Waren eingeschleppt werden. Auch feuchte Lagerbedingungen fördern ihre Ausbreitung erheblich. Die Tiere können sich in Ritzen, Säcken, Verpackungen und Lagerbehältern halten. Eine erfolgreiche Bekämpfung beginnt mit der Entfernung befallener Vorräte.
Die Lagerbereiche müssen gründlich gereinigt und von Rückständen befreit werden. Die Feuchtigkeit der gelagerten Produkte und die Lagerbedingungen sollten kontrolliert werden. Vorräte sollten trocken, sauber und möglichst in geeigneten geschlossenen Behältern gelagert werden. Bei starkem Befall kann eine professionelle Behandlung der Lagerräume erforderlich sein.
Vorratsmilben sind besonders in Lebensmittelbetrieben und landwirtschaftlichen Lagern von Bedeutung. Sie können erhebliche wirtschaftliche Verluste durch die Unbrauchbarkeit von Vorräten verursachen.
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