
Ameisen – häufig die Schwarze Wegameise (Lasius niger)
Ameisen gehören zu den häufigsten Insekten, die in Gebäuden als Lästlinge oder Schädlinge auftreten. Eine besonders häufige Art ist die Schwarze Wegameise. Arbeiterinnen werden etwa 3 bis 5 mm groß und sind dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Ameisen leben in hoch organisierten Staaten mit einer Königin und zahlreichen Arbeiterinnen.
Die Königin ist für die Fortpflanzung verantwortlich und kann viele Jahre alt werden. Die Arbeiterinnen übernehmen den Nestbau, die Nahrungssuche und die Versorgung der Brut. Im Sommer entstehen geflügelte Geschlechtstiere, die beim Hochzeitsflug neue Kolonien gründen. Nach der Paarung verlieren die Jungköniginnen ihre Flügel und beginnen mit der Gründung eines neuen Staates.
Ameisen bauen ihre Nester im Boden, unter Steinen, in Mauerspalten und unter Gebäudeteilen. In Gebäuden können sie sich in Wandhohlräumen, unter Fußböden und im Bereich von Leitungen ansiedeln. Sie werden besonders von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Flüssigkeiten angelockt. Ameisen nutzen feste Duftspuren, um zwischen Nest und Nahrungsquelle zu kommunizieren.
Dadurch können sich schnell deutlich sichtbare Ameisenstraßen bilden. Feuchtigkeit und undichte Bauteile können die Ansiedlung in Gebäuden begünstigen. Einige Ameisenarten können auch Holz oder Dämmmaterial beschädigen. Die Schwarze Wegameise verursacht jedoch meist keine größeren strukturellen Schäden.
Problematisch sind vor allem die Verunreinigung von Lebensmitteln und das massenhafte Auftreten. Eine Bekämpfung einzelner sichtbarer Arbeiterinnen beseitigt meist nicht das gesamte Nest. Für eine nachhaltige Bekämpfung muss die Kolonie beziehungsweise die Königin erreicht werden. Dazu werden häufig geeignete Ködersysteme eingesetzt.
Zusätzlich sollten Nahrungsquellen beseitigt und Eintrittsstellen abgedichtet werden. Ameisen sind wichtige Bestandteile vieler Ökosysteme und erfüllen dort zahlreiche ökologische Funktionen. In Gebäuden werden sie vor allem dann zum Problem, wenn sie dauerhaft in Innenräume eindringen oder Lebensmittelbereiche besiedeln.
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