
Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata)
Das Papierfischchen ist ein flügelloses Insekt und ein zunehmend wichtiger Materialschädling in Gebäuden. Es ähnelt dem Silberfischchen, wird jedoch häufig etwas größer und kräftiger. Die Körperlänge kann etwa 15 bis 20 mm betragen. Die Färbung ist meist graubraun und weniger silbrig als beim Silberfischchen.
Die Entwicklung erfolgt über Ei, mehrere Jugendstadien und das erwachsene Tier. Die Jungtiere ähneln den erwachsenen Tieren und wachsen durch wiederholte Häutungen. Papierfischchen können auch bei vergleichsweise niedriger Luftfeuchtigkeit überleben. Dadurch können sie trockene Wohnräume und moderne Gebäude dauerhaft besiedeln.
Sie verstecken sich in Ritzen, hinter Fußleisten, in Kartons und in Wandhohlräumen. Auch Bücher, Papierstapel und Lagerbereiche können als Lebensraum dienen. Die Tiere sind überwiegend nachtaktiv und meiden Licht. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus stärke- und cellulosehaltigen Materialien.
Sie können Papier, Karton, Kleister und bestimmte Beschichtungen beschädigen. Besonders gefährdet sind Bücher, Dokumente, Archivmaterialien und Kartonverpackungen. Papierfischchen können durch Kartons, Verpackungen und Umzugsgut eingeschleppt werden. In Mehrparteienhäusern können sie sich über Leitungswege und Gebäudestrukturen ausbreiten.
Ein Befall bleibt häufig lange unentdeckt, da die Tiere sehr versteckt leben. Typische Hinweise sind Fraßspuren, beschädigte Papiermaterialien und Häutungsreste. Die Bekämpfung ist häufig schwieriger als bei klassischen Feuchtigkeitsschädlingen. Neben einer Behandlung müssen Verstecke, Kartonagen und mögliche Einschleppungsquellen berücksichtigt werden.
Eine gründliche Reinigung und Reduzierung von Versteckmöglichkeiten ist wichtig. Bei starkem Befall kann eine professionelle Schädlingsbekämpfung erforderlich sein. Papierfischchen gewinnen in der modernen Schädlingsbekämpfung zunehmend an Bedeutung.
Befall vermutet? Wir beraten Sie kostenlos und kommen kurzfristig vorbei. Jetzt Kontakt aufnehmen